16.03.2018, Übungsdienst: kleine Einsatzübungen

Auf dem Dienstplan war das Thema kleine Einsatzübungen angesetzt. Hier wurden drei unterschiedliche Szenarien dargestellt, welche mit wechselnden Gruppen abzuarbeiten war. Jede Einsatzübung war abzuarbeiten, wie ein normaler Einsatz. Sei es am Funk, als Angriffstrupp oder Maschinist.

Nach jedem Szenario wurde ein kurzer Stopp eingelegt, um die Lage zu besprechen. Hier wurde besonderes Augenmerk auf die Unfallverhütung (UVV) und das Vorgehen der einzelnenn Trupps gelegt.

Übung Nr. 1: Vermisste Personen nach Arbeiten an einem PKW in einer Werkstatt mit laufendem Motor.

Hier wurde eine Kohlenmonoxyd Vergiftung simuliert.

In der Werkstatt wurden Übungspuppen abgelegt, welche schnellstmöglich unter Einsatz von Pressluftatemgeräten zu retten waren. Weiter war eine Einsatzstelle mit Bereitstellung aufzubauen, um im evtl. Brandfall schnell reagieren zu können.

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Übung Nr. 2: Unklare Rauchentwicklung auf dem Dach der Sporthalle Esbeck

Wie die Einsatzlage schon erkennen lässt soll hier einen unklare Rauchentwicklung auf dem Dach der Esbecker Sporthalle erkundet werden. Im Normalfall würde man hier den Hubretter der Feuerwehr Schöningen mit einsetzten um schnellstmöglich einen Überblick zu erhalten. Da wir hier aber besonderes Augenmerkt auf die Ausbildung an der Schiebeleiter auf unserem LF16 legten, verzichteten wir darauf.
Nach dem Aufbau der Schiebeleiter, welcher von zwei Trupps durchzuführen ist, begann ein weiterer Trupp auf dem Dach die Erkundung. Hier wurde lediglich ein Kleinbrand simuliert. Daher wurde zur Brandbekämpfung ein sogenannten High Press- Feuerlöscher eingesetzt, welcher den Kameraden auf dem Dach zur Verfügung gestellt wurde.

Übung Nr. 3: Verkehrsunfall mit PKW und Motorrad

In diesem Szenario legten wir besonderes Augenmerk auf die Verletzenbetreuung und die Absicherung der Unfallstelle. Sofort nach Eintreffen an der Unfallstelle begann ein Trupp mit der Versorgung der verletzten Personen. Ein Unfallbeteiligter war bewusstlos mit aufgesetztem Motorradhelm und der andere saß benommen, aber ansprechbar an einer Mauer. Zuerst wurde die bewusstlose Person erstversorgt, da hier die Gefährdung größer war. Ihr wurde zu zweit der Motorradhelm abgenommen, um sie anschließend in die „Stabile Seitenlage“ zu bringen. Dieses wird so umgesetzt, damit der Bewusstlose nicht an erbrochenem Mageninhalt erstickt. Nachdem dieses durchgeführt wurde blieb ein Truppmitglied bei dem Bewusstlosen und das andere Truppmitglied kümmerte sich um die leicht verletzte Person. Parallel dazu kümmerten sich die anderen Kameraden um die Absicherung der Unfallstelle und das Aufnehmen der auslaufenden Betriebsstoffe der Kraftfahrzeuge.

Im Großen und Ganzen wurden alle Szenarien zufriedenstellend abgearbeitet. Praxisübungen sind im Feuerwehralltag sehr wichtig um die Handgriffe immer wieder zu trainieren. Nur so können wir im Einsatzfall schnell zur Stelle sein um Mensch, Tier oder Sachwerten zu helfen.